Historie

 

Aus der Chronik des Gesangvereins
„Freundschaft“
Hiddenhausen
 

 

 

Aus der Chronik des Gesangvereins „Freundschaft“ Hiddenhausen

Mehr als 140 Jahre Chorgesang in Hiddenhausen. Darauf darf der Gesangverein "Freundschaft" mit Recht stolz sein. Ist doch damit der Beweis erbracht, dass sich der Chorgesang im kulturellen Leben unserer Gemeinde, trotz aller Errungenschaften der technisierten Welt, stets seinen festen Platz behaupten konnte. Das ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass in dieser Zeit zwei schwere Kriege unser Land erschüttert haben. Doch allen Schwierigkeiten zum Trotz fanden sich immer wieder Sängerinnen und Sänger aus Idealismus und Freude am Gesang im Gesangverein zusammen, zur Pflege des deutschen und darüber hinaus auch des weltweiten Liedgutes. Im Vordergrund der Chorarbeit stand immer das Bemühen, die musikalischen Schätze der Vergangenheit zu erhalten und sich auch dem modernen Liedgut zuzuwenden.

Nun zur Entstehung und zum Werdegang unseres Chores, der einer der ältesten unserer näheren Heimat ist.

Im Jahre 1873 fanden sich sangesfreudige Männer unserer Gemeinde zusammen, um einen Gesangverein ins Leben zu rufen. Nach alten Überlieferungen handelt es sich zunächst um vier Männer und zwar Kaspar Budde, August Riepe, Heinrich Mester und Heinrich Strathmann, die diesen Gedanken in die Tat umsetzten und den "Männergesangverein Hiddenhausen" gründeten. Zur Gründungsversammlung traf man sich auf der Tenne des Bauern Strathmann, früher Hausnummer 3. Als ersten Dirigenten oder Gesangslehrer, wie er früher genannt wurde, konnte Emil Overdiek sen. gewonnen werden, der dann später von Konrektor Fernholz und Emil Overdiek jun. abgelöst wurde. Langjährige Vorsitzende waren Wilhelm Wilmsmann, Heinrich Brinkmann und Karl Läube.

Der neugegründete Chor erfreute sich schnell allgemeiner Beliebtheit und nahm daher auch raschen Aufschwung. Schon nach kurzer Zeit zählte man einen für damalige Verhältnisse recht beachtliche Zahl von Mitgliedern.

Auch über die Grenzen Hiddenhausens hinaus wurde man bald auf den Männergesangverein aufmerksam. So erreichte der Chor im Jahre 1896 eine Einladung, die Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta mit einigen Gesangsdarbietungen zu umrahmen.

Anlässlich des 20jährigen Bestehens im Jahre 1893 war es dem Verein möglich, sich durch große Opferbereitschaft aller Mitglieder eine wertvolle Vereinsfahne zu beschaffen, die der Stolz aller Sänger war. Sie trägt die Inschrift "Ein frisches Lied aus freier Brust schafft uns zur Arbeit neue Lust". Die Fahnenweihe wurde während eines Sängerfestes unter großer Beteiligung der Bevölkerung von dem damaligen Amtmann Blancke vorgenommen. Noch heute ist die Fahne gut erhalten und wird vom Gesangverein "Freundschaft" gut gehütet.

Der 1. Weltkrieg riss erhebliche Lücken in die Reihen der Sänger. Aber schon gleich nach Ende des Krieges wurde wieder mit der Chorarbeit begonnen.

Im Jahre 1920 wurde in Hiddenhausen neben dem bestehenden Männergesangverein von 1873 ein weiterer Chor gegründet, der sich "Arbeitergesangverein" nannte und dem damaligen "Deutschen Arbeitersängerbund" angeschlossen war. Um dem Chorgesang eine breite Grundlage zu geben, wurde dieser Verein bald zu einem gemischten Chor erweitert. Somit hatten auch Frauen und Mädchen Gelegenheit, sich gesanglich zu betätigen. Dieser Arbeitergesangverein, dessen letzter Vorsitzender Wilhelm Aßbrock war, konnte sich allerdings nur bis zum Jahre 1933 behaupten und wurde bei Beginn des sogenannten "Dritten Reiches" von den damaligen Machthabern verboten.

Wie in alten Protokollbüchern nachzulesen ist, feierte der Männergesangverein 1923 sein 50jähriges Bestehen mit einem Umzug durch das Dorf, bei dem selbstverständlich die Fahne vorangetragen wurde. Auf blumengeschmückten Kutschwagen hatten Ehrenjungfrauen platzgenommen. Man war sich der Bedeutung eines solchen Tages sehr wohl bewusst.

Eiserne Ordnung und Disziplin waren schon früher im Gesangverein oberstes Gebot. Zu spät kommen oder gar Fernbleiben von den Gesangstunden ohne ausreichenden Grund wurde mit Geldbußen von fünf bis dreißig Pfennig bestraft. Mehrmaliges Fehlen hatte sogar den Ausschluss aus dem Verein zur Folge. Schmunzelnd liest man z. B. im Paragraphen 14 der Statuten des Männergesangvereins Hiddenhausen vom 9.Mai 1931, dass jedes Mitglied das nachweislich ein im Verein geübtes Lied auf der Straße singt, einen "Verweis vom Vorsitzenden zu gegenwärtigen und einen Strafbetrag von 50 Pfennig zu zahlen habe". So streng waren damals die Sitten.

Im Jahre 1936 übernahm Willi Steffen aus Oetinghausen die musikalische Leitung des Chores. Er war ein noch junger Dirigent und ein Schüler des damaligen Landesgruppenchorleiters Püttbach aus Bielefeld. Mit Beginn des 2. Weltkrieges musste der Chorgesang erheblich eingeschränkt werden und kam 1942 ganz zum Erliegen. Die Sangesbrüder, unter ihnen Fritz Bröhenhorst, der bis dahin den Vorsitz innehatte, wurden zum Wehrdienst einberufen.

Gegen Ende des Jahres 1945 wurde wieder intensiv mit der Chorarbeit begonnen. Auf die Initiative des damaligen Amtsdirektors Heinrich Becker ist es zurückzuführen, dass sich Sportverein und Gesangverein vorübergehen zur "Sport- und Kulturgemeinschaft" zusammenschlossen. Gemeinsam wollte man die schweren Nachkriegsjahre überbrücken. Der Gesangverein bildete die Sparte Kultur. Vorsitzender der Sport- und Kulturgemeinschaft wurde der Sangesbruder Karl Nickel. Um auf breiter Basis arbeiten zu können, wurde der Männerchor zu einem gemischten Chor erweitert. Der neue Anfang gestaltete sich äußerst schwierig. Waren doch alle Vereinsmitglieder durch den langen Krieg mit privaten Sorgen belastet und viele Sangesbrüder erst seit kurzer Zeit wieder zu Hause oder aus der Gefangenschaft noch nicht zurückgekehrt. Der Chor verfügte anfangs nur über etwa 16 Sängerinnen und Sänger, so dass die einzelnen Stimmen nicht ausreichend besetzt waren. Nur der unermüdlichem Einsatzfreudigkeit mancher heute noch lebenden Sangesschwestern und -brüdern verdankt der Chor seinen stetigen Aufstieg und seinen guten Ruf in unserer näheren Heimat.

Nach Auflösung der Sport- und Kulturgemeinschaft erlangte der Gesangverein seine Eigenständigkeit wieder. In der Generalversammlung vom 26. März 1948 wurde Ferdinand Krause zum ersten Vorsitzenden gewählt und nach leidenschaftlicher Aussprache der Verein in "Gesangverein Freundschaft Hiddenhausen" umbenannt. Unter diesem Namen trat man dem "Deutschen Allgemeinen Sängerbund" bei.

Von dieser Zeit an bekam der Chor wieder neuen Antrieb. Als Chorleiter konnte weiterhin Willi Steffen gewonnen werden, der bis 1955 tätig war. Nach ihm übernahm 1956 August Wüstenbecker die Chorleitung, gefolgt 1974 von Manfred Altvater. Von 1990 an leitete Klaus Scharffenorth den Chor bis 2001, nur unterbrochen vom 1.Januar 1995 bis Oktober 1995. In dieser Zeit oblag die Chorleitung Fred Jenniches. Nach Klaus Scharffenorth wurde Ingolf Klockmann Chorleiter, der im November 2002 von Ursula Karla abgelöst wurde. Ursula Karla folgte dann im Januar 2011 Stefan Römer, der nun in diesem Amt tätig ist.

Von 1954 an leitete Walter Scheffer als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins bis zu seinem Tode im Jahre 1968. Sein Nachfolger wurde Robert Hacheney, der dem Verein nur bis 1970 vorstehen konnte und dann leider durch einen frühen Tod von uns gehen musste. 1971 wurde Heinz Pott zum 1. Vorsitzenden gewählt. 1973 wurde Hans Petring mit der Leitung des Vereins betraut, der 1982 von Wolfgang Stahn abgelöst wurde. Ihm folgte 1993 Horst Westerling. Von 1997 an hatte wieder Wolfgang Stahn den Posten des 1. Vorsitzenden inne, den er leider im Jahre 2004 wegen einer schweren Erkrankung aufgeben musste. In der Jahreshauptversammlung am 8. Januar 2005 wurde Martin Oberdiek zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Somit setzt sich derzeit der geschäftsführende Vorstand wie folgt zusammen:

1. Vorsitzende         Martin Oberdiek

2. Vorsitzende         Horst Ellerbrock

1. Schriftführerin      Virginia Westerling

1. Kassierer             Jürgen Oberdiek

Pressewart               Rolf Hensel

Der gemischte Chor „Freundschaft Hiddenhausen“ nimmt seit jeher regen Anteil am kulturellen Leben unserer Gemeinde.

Fast in jedem Jahr wurde ein Chorkonzert gegeben. Das seit vielen Jahren dargebotene Weihnachtskonzert in unserer alten Kirche ist schon zur Tradition geworden und wird von der Bevölkerung in der Adventszeit mit großer Teilnahme angenommen. Vielen Veranstaltungen anderer Organisationen wurden mit Gesangsdarbietungen bereichert, so ist z. B. der Auftritt des Chores bei der adventlichen Seniorenfeier der Arbeiterwohlfahrt alljährlich fester Bestand des AWO-Programms.

Mit befreundeten Gesangvereinen der näheren Umgebung wird stets reger Kontakt gehalten, sei es durch Besuch ihrer Veranstaltungen oder durch gemeinsames Singen.

Höhepunkte im Vereinsleben waren zweifellos die Kontakte und Freundschaften zu bekannten in- und ausländischen Chören. Im November 1980 hatten wir die "Westfälischen Nachtigallen" zu einem gemeinsamen Konzert zu Gast.

Zum Festkonzert zu unserem 110jährigen Bestehen waren im Oktober 1983 die „Schöneberger Sängerknaben“ bei uns, die gemeinsam mit unserem Chor aufgetreten sind. Im Januar 1984 waren wir auf Grund einer Einladung dieses bekannten Knabenchores bei ihnen in Berlin und haben dort mit ihnen in einem Konzert gesungen.

Besonders herausragend sind unsere Verbindungen zu ausländischen Chören. Im April 1984 war der polnische Chor „Echo“ aus Bielsko-Biala" unser Gast. Das gemeinsame Konzert in der Aula der Olof-Palme-Gesamtschule war ein großer Erfolg. Noch im selben Jahr führte uns im Oktober zu einem Gegenbesuch eine Konzertreise nach Polen zum Chor „Echo“.

Im Mai 1989 hat uns auf unsere Einladung der polnische Chor „Moniuszko“ aus Czechowice-Dziedzice besucht, mit dem wir gemeinsam drei Konzerte veranstaltet haben, in der Olof-Palme-Gesamtschule, in der alten Hiddenhausener Kirche und in Dortmund aus Anlass der internationalen Chortage des DAS. Unser Gegenbesuch fand in 1991 statt, Ende Mai/Anfang Juni. Neben unserem Auftritt als Gastchor waren wir bei der denkwürdigen Feierstunde zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde Gemeinde Hiddenhausen und der Stadt Czechowice-Dziedzice zugegen. Diese Verbindung nach Polen wird allerseits als ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Völkerverständigung anerkannt. Die gemeindliche Partnerschaft hat ihren Ursprung in den freundschaftlichen Beziehungen des Chores „Freundschaft“ zu den polnischen Chören.

In Juni 1992 haben wir eine Konzertreise nach Schweden unternommen und waren zu Gast bei dem uns befreundeten Männerchor in Kungälf. Schon im August desselben Jahres fand der Gegenbesuch der Schweden statt und zu unseren Jubiläumstagen anlässlich unseres 125jährigen Bestehens im Jahre 1998 waren sie wieder bei uns und haben bei dem Festakt und dem Festkonzert mitgewirkt.

Es ist auch bei dem Chor „Freundschaft“ Wirklichkeit;

Musik kennt keine Grenzen, Musik verbindet Völker, Musik ist international...

Im Jahre 2000 waren wir noch einmal zu einer Konzertreise in Kungälf in Schweden. Wir haben an der dortigen Burgruine und in der Kirche zu Ytterby gesungen.

Nicht mehr wegzudenken aus unserem heimatlichen gesellschaftlichen Leben ist unser alljährlich im August stattfindendes Waldfest, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus sich großer Beliebtheit erfreut und welches in diesem Jahr 2005 schon zum 45. mal gefeiert wurde. Seit dem 25. Waldfest fand alle 5 Jahre ein großer Festumzug durch unser Dorf statt, an dem alle Vereine mit geschmückten Festwagen beteiligt waren. Bei dem 35. Waldfest im Jahr 1995 haben uns unsere Freunde aus Schweden mit der Beteiligung einer Musikkapelle und einer Tanzgruppe einen großen Dienst erwiesen. Mit Begeisterung haben wir und die ganze Bevölkerung die Darbietungen aufgenommen. Das große Feuerwerk am Abend des Waldfestsonntages ist ein Anziehungspunkt für alle Waldfestfreunde aus nah und fern.

Die Liebe zum Lied und zur Musik führen uns zusammen. Erhaltung und Pflege des wertvollen Liedgutes ist unser Bestreben. Gemeinsam singen im Chor - die ursprüngliche Form des Musizierens - macht Freunde und ist für alle Beteiligten eine seelische Bereicherung, aber auch anderen Menschen Freude bereiten durch unsere chorischen Darbietungen gehört dazu. Auch die Geselligkeit hat bei uns hohen Wert. Miteinander singen, miteinander fröhlich sein bei vielen Gelegenheiten, die Alltagssorgen geringer werden zu lassen, auch das ist eine der guten Seiten unseres Vereinslebens. Gestern, heute und morgen.

Im Jahre 1998 haben wir 125jähriges Bestehen gefeiert. Das und die aufgezählten Meilensteine, die unseren Verein prägen, gäbe es nicht, wenn da nicht Menschen wären, die beinahe ein Leben lang treu zu ihrem Verein gestanden hätten. Viele Ehrungen für langjährige Vereinszugehörigkeit sind in der Vereinsgeschichte zu verzeichnen. Hier seien diejenigen genannt, die die längste Zeit Mitglied unseres Vereins waren und erst vor kurzer Zeit leider verstorben sind:

Willi Oberdiek                 seit 1927

Else Oberdiek                seit 1931

Martin Oberdiek             seit 1932

Elma Sander                  seit 1931

Christel Schikowski      seit 1933 - die zuvor in ihrer ostpreußischen Heimat einem Chor angehörte

Ihnen, und den vielen anderen, die 20, 30, 40, 50 Jahre treue Mitglieder unseres Vereins waren oder sind, gebührt unser ganz besonderer Dank.

Nicht umsonst wurde dem Gesangverein „Freundschaft“ Hiddenhausen im Jahre 1973 für die Pflege des Volkslieds und des Chorgesangs überhaupt die Zelter-Plakette verliehen.

Mehr als 140 Jahre Chorgesang „Freundschaft“ Hiddenhausen, das ist eine lange Zeit in der ein Gesangverein nur Bestand haben kann, wenn alle Mitglieder in guten wie in harten Zeiten in Liebe und Treue zusammenstehen, in Liebe zum Gesang und in Treue zum Verein, zu unserem Gesangverein
 

Gesangverein   „Freundschaft“    Hiddenhausen.

 

 

 

 

 

Aus der Chronik fünfzig Jahre Waldfest

Gesangverein „Freundschaft“ Hiddenhausen“

Der Gesangverein Freundschaft feiert in diesem Jahr am 31.Juli und dem 1.August sein fünfzigstes Waldfest.
Ein Fest, dass im Vereinsleben der Gemeinde Hiddenhausen nicht mehr wegzudenken ist und das weit über die Gemeindegrenzen bekannt und beliebt ist.
Es ist schon eine beachtliche und große Leistung, dass es dem Gesangverein mit viel Arbeit und manchen Schwierigkeiten gelungen ist solch eine Veranstaltung unter freiem Himmel zum fünfzigsten mal durch zu führen.
Dazu kann man dem heutigen und den vorangegangenen verantwortlichen Vorständen sowie der gesamten Mitgliedschaft Dank sagen und beglückwünschen.
Nun ein Wort zur Entstehung und zum Werdegang des Waldfestes, das eines der beliebtesten Volksfeste in unserer näheren Umgebung ist.
Die Idee, ein Waldfest in Hiddenhausen am Freibad zu feiern, war bei einigen Mitgliedern des Gesangvereins „Freundschaft“ schon 1958 vorhanden. 1961 wurde dann gehandelt. Mutige Männer, einige Namen sollten hier genannt werden, wie Wilhelm Gärtner, Fritz Tellbüscher, Karl Nickel, Ferdinand Krause, Walter Scheffer, Willi Oberdiek, Martin Oberdiek, Hans Suttmann und Hans Aßbrock haben trotz mancher Unkenrufe Mut bewiesen und das erste Waldfest ins Leben gerufen.
Im Kleinen fing es an, eine Tanzfläche musste man sich leihen, eine Zweimannkapelle spielte zum Tanz auf und trotz nicht so guten Wetters war das Waldfest ein Erfolg und das hat sich bis heute fortgesetzt.
Einige wichtige Punkte mussten aber zuvor geklärt werden. Die schriftliche Genehmigung den Wald am Freibad, im Besitz der
  Familie von Consbruch, für das Waldfest nutzen zu dürfen, erteilte Herr Hermann von Consbruch am 1.August 1961. Der Antrag an die Gemeinde Hiddenhausen, die Toilettenanlagen im Freibad zu nutzen und die Wasser und Stromversorgung zu gewährleisten wurde Positiv beschieden.
Wenn diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt worden wären, gäbe es das Waldfest nicht.
Nach dem im Jahre 1983 ein Teil des Waldes am Freibad abgeholzt werden musste, hat die Gemeinde Hiddenhausen den Wald übernommen und dem Gesangverein erlaubt das Gelände weiterhin zu nutzen.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die gute Zusammenarbeit mit den Gas und Wasserwerken Hiddenhausen, sowie den Stadtwerken Herford.
Nach den Anfängen wurde das Waldfest immer weiter entwickelt, es wurde eine eigene Tanzfläche gebaut, eine Holzhütte (die so genannte Waldbar) wurde in vielen Stunden gemeinsamer Arbeit zusammen gezimmert, ein Werkstattwagen und Fahrzeuge zur Lagerung und zum Transport der Gerätschaften wurden angeschafft, um die ohnehin schon schwere Arbeit beim Auf – und Abbau zu erleichtern.
Auch der festliche Teil des Waldfestes wurde immer weiter verbessert. Es wurden größere Kapellen verpflichtet, das Frühkonzert, das Freundschaftssingen mit unseren befreundeten Chören, das Freibad im Lichtermeer und das Höhenfeuerwerk am Festsonntag wurden zu einem festen Bestandteil des Waldfestes.
Zum fünfundzwanzigsten Waldfest 1985 fand erstmals ein Umzug mit vielen bunt geschmückten Festwagen befreundeter Vereine aus der Großgemeinde Hiddenhausen und Blaskapellen und Spielmannszügen statt. 1995, zehn Jahre später waren zum Waldfest die
  „Kungälv Musikkär“ ein Blasorchester aus der Partnerstadt der Gemeinde Hiddenhausen, Kungälv (Schweden),  mit einer Tanzgruppe eingeladen. Der Auftritt dieser beiden Gruppen war für die Zuschauer ein unvergessenes Erlebnis.
Seit dem fünfundzwanzigsten Waldfest findet turnusmäßig alle fünf Jahre ein Umzug durch die Altgemeinde Hiddenhausen statt, so auch im Jubiläumsjahr 2010. Neben vielen Gruppen konnte der Gesangverein die Kungälv Musikkär mit der Tanzgruppe „Drill Flickor“ für die Teilnahme gewinnen. Das Blasorchester Bad Holzhausen, die Spielmannszüge Oetinghausen, und Nordengerland sowie viele Gruppen der örtlichen Vereine werden am Umzug teilnehmen.
Darauf freuen sich alle Mitglieder des Gesangvereins und hoffen, dass der Wettergott dem Verein gut gesonnen ist.
Fünfzig Jahre Waldfest war, und ist eine große Herausforderung für den Gesangverein „Freundschaft“ Hiddenhausen und die verantwortlichen Vorstände gewesen. Sie wird bis zum heutigen Tage angenommen und gemeistert.
Dieses sei auch gesagt, ohne die Unterstützung der Bevölkerung, der öffentlichen Einrichtungen, der vielen Firmen, der Vereine und der Mitglieder des Vereins wäre die Erfolgsgeschichte Waldfest Hiddenhausen nicht wahr geworden. Dafür bedankt sich der Gesangverein „Freundschaft“ sehr herzlich und ist sich sicher dass mit dieser Unterstützung die Geschichte Waldfest noch lange nicht zu Ende ist.

 

Gesangverein    „Freundschaft“    Hiddenhausen